Dahabian - Sara Campbell
Sara Campbell ist „Free Diver“ bzw. Freitaucher auf Weltniveau mit vier gehaltenen Weltrekorden und einem Weltmeister Titel.
Unter Freitauchern wird sie auch „Mighty Mouse“ (mächtige/gewaltige Maus) genannt, da sie ganz nebenbei auch die kleinste Apnoe Taucherin der Welt ist. Apnoe Tauchen, auch Freitauchen genannt, ist das Tauchen mit der eigenen Atemluft.
Im Oktober 2007 erreichte Sara nur mit Hilfe Ihrer Mono-Flosse als erste Frau eine Tiefe von 90m. Außergewöhnlich ist auch Ihr „Hattrick“, welchen sie mit drei Weltrekorden hintereinander innerhalb von nur 48 Stunden aufstellte und damit in allen Tiefen-Disziplinen die Nummer 1 ist. Aber es ging weiter. Nur 10 Tage nach ihren Weltrekorden holte sie sich den Weltmeister Titel im „Constant Weight“. Die Freitaucher Welt war geschockt.
Zwischenzeitlich hatte sie zwar ihren Tiefen-Weltrekord verloren, konnte diesen aber in diesem Jahr am 02.04.2009 auf den Bahamas mit einem grandiosen Tauchgang auf 96 m zurückholen.
Sara kam eigentlich nur durch einen glücklichen Zufall zum Freitauchen. Als sie im Jahr 2005 nach Dahab zog um hier Yoga-Kurse zu geben, bemerkte einer ihrer Yoga-Schüler, daß sie optimale Vorrausetzungen für das Freitauchen hatte. Talent um lange den Atem anzuhalten und Ihre Liebe zum Meer. Auf´s Freitauchen angesprochen war Sarahs erster Gedanke: „Warum sollte irgendjemand so etwas tun wollen“. Glücklicherweise war der Yoga-Schüler recht hartnäckig, so daß Sara an ihrem ersten „Free Dive“ Kurs - AIDA** - mit Linda Paganelli von Freedive Dahab teilnahm.
Ihr aktuelles Ziel ist es als erste Frau im "Constant Weight" die 100m zu erreichen.
Mehr über Sara und Freitauchen in Dahab findet Ihr auf den folgenden Webseiten:
www.sarafreediver.com
www.aida-international.org
www.freedivedahab.com
7 Fragen an Sara
1. Was hat Dich nach Dahab verschlagen?
Ich war in London nicht mehr glücklich. Gestresst, überarbeitet und ständig am rennen genug Geld am Ende des Monats zu haben. Ich beschloss, daß ich eine Pause brauche und bin kurz vor dem großem Familientreffen zu Weihnachten 2004 abgereist. Eine Woche Urlaub in Dahab, etwas Yoga und ein wenig tauchen. Sofort hatte ich mich in diesen kleinen Ort verliebt. Am Morgen meines dritten Urlaubstages war bin während des Sonnenaufgangs zum Blue Hole geritten und irgendwie begriff ich, hier bin ich Zuhause. Ich beschloß zu bleiben.
2. Was schätzt Du in/an Dahab am meisten?
Freiheit! Ich liebe die Tatsache mich hier völlig sicher zu fühlen und auch die Freiheit, welche die Natur bietet. Ich gehe gerne mit meinen Hunden in die Berge, die Weite und die friedliche Atmosphäre dort sind einfach wundervoll. Natürlich geniesse ich auch die Freiheit die ich im Wasser fühle, die Freude und die Herausforderungen durch welche ich ständig dazulerne. Auch der Kulturmix ist faszinierend – ich kann mir nicht vorstellen, mich jemals in Dahab zu langweilen. Das leben hier und die Menschen stecken voller Überraschungen – deren Großzügigkeit und Gastfreundschaft sind einzigartig. Manchmal sagen die Leute Dinge, welche man nie erwarten würde und ich liebe diese Überraschungs-momente. Oh, und das Wetter schlägt das in Europa jeden Tag! ;-)
3. Die größte Schwierigkeit mit welcher Du dich auseinandersetzten mußtest?
Wahrscheinlich die Sprache. Ich bin Linguist und dachte es sei einfach Arabisch zu lernen, aber das ist es nicht. Trotzdem würde ich es nicht als Schwierigkeit bezeichnen. Es macht vieles sicherlich einfacher wenn man etwas Arabisch spricht. Die Kommunikation mit den Menschen, wissen wo was los ist und auch das Handeln ist natürlich deutlich einfacher. Aber für eine Woche Urlaub ist es wirklich nicht notwendig Arabisch zu sprechen, da fast jeder hier überraschenderweise recht gut Englisch spricht.
4. Was denkst Du heute, nach all den Jahren in Dahab, über deine Entscheidung hier zu leben? Dahab ist definitive mein Zuhause und ich würde nichts daran ändern. Ich kann mir im Moment keinen anderen Ort in der Welt vorstellen, an dem ich lieber wäre als hier. Andererseits habe ich nie gesagt „Das ist es, hier bleib ich für immer“, da ich nicht wirklich daran glaube. Ich bleibe solange wie ich hier glücklich bin. Es sind jetzt viereinhalb Jahre und ich bin immer noch happy. Ich glaube nicht, daß ich das von all den anderen Orten an denen ich bisher gelebt habe sagen könnte. Da ist einfach etwas magisches an Dahab. Ich liebe es.
5. Wo siehst Du Dich in 10 Jahren?
Kann ich nicht sagen… Das hängt von meinen persönlichen Umständen ab, ob ich Kinder habe und auch was Dahab in 10 Jahren zu bieten hat. Ich werde aber sicherlich nicht mehr in London leben. Also wenn nicht in Dahab, dann vielleicht irgendwo im südlichen Mittelmeer aber ganz bestimmt am Meer mit einer relaxten Atmosphäre. Wer weiß …
6. Dein Tipp für Dahab Besucher?
Mach so viel wie möglich. Es ist einfach am Strand zu liegen, zu schwimmen oder tauchen zu gehen. Aber es gibt hier so viel mehr zu tun und zu entdecken… Mit einem erfahrenen Guide in den Bergen wandern, Quad biking, Kamelreiten, mit dem Pferd am Strand und durch die Wadis reiten, Windsurfen, Klettern und free diving. Besuch das Katharinenkloster, mach eine Wüstensafari und erfahre mehr von und über die Beduinen. Die Liste der Möglichkeiten ist unendlich. Die Schönheit, Vielfalt und Einzigartigkeit des Sinai muss man erleben um Sie zu glauben.
7. Wen würdest Du für ein zukünftiges Dahabian Interview vorschlagen?
Es gibt so viele interessante Menschen in Dahab. Leute aus allen Himmelsrichtungen, die aus den unterschiedlichsten Gründen hier leben. Meine gute Freundin Eva Hoffmann, Besitzerin des Alf Leila Hotel und der German Bakery, hat immer etwas interessantes zu erzählen und kennt Dahab in und auswendig.



